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Fotowettbewerb 2026

Crailsheim macht stolz.

Foto: Claudia Barth

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Die ganze Geschichte

Manchmal hält man ein Stück Crailsheim einfach in der Hand.

Auf dem Foto steht eine Frau vor dem Wasserturm und hält einen Horaff in die Kamera. Zwei Symbole der Stadt, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten – und doch erzählen beide eine Geschichte darüber, was Crailsheim geprägt hat.

Der Horaff führt zurück ins Mittelalter. Die Sage von der Belagerung 1379/1380 erzählt von einer Stadt, die sich mit einer List gegen ihre Belagerer behauptete. Als Gebäck ist die „Hornaf“ bereits 1553 urkundlich belegt. Bis heute ist der Horaff das wohl bekannteste Symbol Crailsheims.

Der Wasserturm erzählt eine andere Geschichte. Er entstand 1912 als Teil der Eisenbahninfrastruktur und versorgte die Dampflokomotiven des großen Crailsheimer Bahnbetriebswerks mit Wasser. Die Eisenbahn hatte die Stadt seit 1866 grundlegend verändert: Crailsheim wurde zum Knotenpunkt, wuchs rasant und entwickelte sich zu einer echten Eisenbahnerstadt.

Doch Crailsheim kann noch mehr, auf das man stolz sein darf.

Hier begann die Reformation besonders früh. Bereits 1522 predigte Adam Weiß evangelisch; seit 2015 trägt Crailsheim deshalb den Titel „Reformationsstadt Europas“.

Und aus Crailsheim stammen Hans Scholl und Eugen Grimminger, zwei Menschen, die mit der Geschichte der „Weißen Rose“ verbunden sind – mit Widerstand, Zivilcourage und dem Mut, für Freiheit und Menschlichkeit einzustehen.

Vielleicht bedeutet „stolz auf Crailsheim“ deshalb nicht, dass man behaupten muss, die eigene Stadt sei perfekt.

Es bedeutet, ihre Geschichten zu kennen. Die schönen. Die überraschenden. Die schwierigen. Und die, aus denen man etwas für die Zukunft lernen kann.

Vom Horaff bis zum Wasserturm, von der Reformation bis zur „Weißen Rose“: Crailsheim hat mehr Geschichte, als man auf den ersten Blick sieht.

Crailsheim macht stolz – weil hier Vergangenheit nicht nur bewahrt, sondern immer wieder neu mit Leben gefüllt wird.

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